Die Weißstörche beginnen mit dem Zug in das Winterquartier

 

Die Reise der Störche in das Winterquartier hat Ende August begonnen. Während sich Bembo Sparky und Elfie, beides Störche, die 2016 bzw. 2015 in Pörnbach besendert wurden, noch in ihrem Sommerquartier aufhalten, ist Adi als besenderter Reichertshofener Storch aus dem Jahr 2016 seit Ende August wieder auf dem Rückflug (siehe Karte). Adi befindet sich zur Zeit auf einer Müllhalde im Norden von Spanien.

 

Die drei Jungstörche, die in diesem Jahr in Pörnbach großgezogen wurden, haben gestern am 3. September noch im Horst übernachtet, am heutigen Abend des 4. September bleibt der Horst unbesetzt. Wir sind gespannt, ob die Jungstörche in den kommenden Tagen noch auf den Pörnbacher Wiesen gesichtet werden. 

Adi hat auf seinem Flug in das Winterquartier bereits den Norden von Spanien erreicht.

Vögel im Schlosspark - Exkursion am 8. Juli 2017


Die Kreisgruppe lädt am 8. Juli 2017 zu einer etwa zweistündigen Exkursion in den Park des Jetzendorfer Schlosses ein. Unter dem Motto "Geschichte, Geschichten und Natur" können die verschiedenen Vogelarten anhand ihrer Vogelstimmen entdeckt sowie Wissenswertes und Interessantes aus der Geschichte des Jetzendorfer Schlosses erfahren werden.

 

Treffpunkt: 
8. Juli 2017 um 9 Uhr auf dem Raiffeisen-Parkplatz in Jetzendorf

 

Leitung: 
Prof. Dr. Hans Leppelsack
Leonard Sedlmair, Thomas Wenger

 

 

 


Neu besetzte Storchenhorste im Landkreis

 

In Hohenwart und in Baar-Ebenhausen haben in diesem Jahr Weißstörche die angebotenen Nisthilfen angenommen. In beiden Horsten werden erfolgreich Junge großgezogen.

 

 

4 gut entwickelte Jungstörche schauen Anfang Juni über den Horstrand.
2 noch recht kleine Jungstörche sind in den ersten Junitagen im Horst zu erkennen.

Der frühe Vogel klingt so schön - Beeindruckende Wanderung im Ilmtal

Foto: D. Bornemann
Foto: D. Bornemann

 

Nicht nur auf dem Gartenschaugelände, auch in dessen unmittelbarer Umgebung gibt es für Auge und Ohr so manche Schönheit zu entdecken – was der Landesbund für Vogelschutz unlängst bei einer morgendlichen Wanderung unter Beweis stellte.

Im fahlen Licht des dämmernden Morgens empfängt am Himmelfahrtstag  reges Zwitschern die 45 Teilnehmer der Exkursion, die sich am Haupteingang zur Gartenschau einfinden. Es ist kurz vor fünf Uhr. Zu dieser frühen Stunde sitzt hier noch kein Kartenkontrolleur, dafür beäugt ein Hase, der mitten auf dem Weg sitzt, neugierig die Ankömmlinge. Vom Hochbeet her strömt ein Hauch von Vanille herüber. Prof. Dr. Hans-Joachim Leppelsack begrüßt als LBV-Kreisvorsitzender die Frühaufsteher.  Was der Biologe an Informationen zum Thema Artenschutz serviert, wird jeweils von der Natur „garniert“. Da sind zwei Buchfinken, die vom Hausrotschwanz beäugt im Stakkato ihr Revier abgrenzen. Nach und nach folgt ein ganzes Ensemble von der flötenden Mönchsgrasmücke bis zur Arien schmetternden Singdrossel. „Der Gesang ist erlernt“, erklärt Leppelsack und verweist darauf, dass dabei individuelle Färbungen und Dialekte auszumachen sind.

Früher halfen Eselsbrücken, eine Vogelart allein per Gehör zu bestimmen. „Die geraten aber immer mehr in Vergessenheit“, bedauert der Exkursionsleiter. Als wolle er das unterstreichen, macht der Girlitz „wie ein ungeölter Kinderwagen“ auf sich aufmerksam. „Es sind fast ausschließlich die Männer, die singen“, erklärt Leppelsack.

An der Ilm scheucht die Gruppe ein paar Stockenten auf. Eine Blaumeise „morst“ ein wenig stotternd, dass Gefahr im Anmarsch ist - was die dudelnde Heckenbraunelle nicht weiter irritiert. Eine Goldammer beteuert vor dem Hintergrund des aus den Wiesen steigenden Nebels: „wie wie wie hab ich dich liiiiieb“. Hingerissen bekundet ein Teilnehmer: „Wahnsinn, ist das romantisch“. Jemand entdeckt eine Dorngrasmücke. Phasenweise im Bestand bedroht, hat sich die Art, wie zu erfahren, ein wenig  erholt. Auch ein Gartenbaumläufer gerät in den Blick und ein Fasan outet sich krächzend als Morgenmuffel – am Ende werden es weit über 30 Vogelarten sein, die sich eifrige Teilnehmer notieren können.

Nichts Gutes kann Leppelsack über die an dieser  Stelle dahindümpelnde Ilm berichten, deren Wasserqualität dem Biologen Sorge bereitet. Bald hat die Gruppe einen von Brennesseln gesäumten Bach erreicht. Hier versucht ein Sumpfrohrsänger  mit der Imitation anderer Vögel Eindruck zu schinden.

„Ich hab noch keine einzige Feldlerche und keinen Kiebitz gesehen“,  bemerkt jemand. Und Schmetterlinge oder geschäftig summende Insekten? Fehlanzeige. Stattdessen vielfach die Raupen der Gespinstmotte in ihrem haarigen Geflecht. Leppelsack bedauert diese „besorgniserregende Entwicklung“. Intensiv bewirtschaftete Wiesen sind nahezu „steril“, die häufige Mahd wird zusätzlich zur existenziellen Gefahr etwa für Bodenbrüter. „Am Stadtrand gibt es oft mehr Artenvielfalt als auf unseren Fluren“, bemerkt ein Naturfreund.

Auch im Wald auf der Anhöhe in Richtung Pörnbach ist es erstaunlich still. Eine Bachstelze hier, das „Wieze, wieze, wieze“ einer Tannenmeise dort. Am Boden eine von Habicht oder Eule gerupfte Taube. Durch ein Meer von Flockenblumen geht es zurück in die Stadt, wo die Wanderer vom „Sri sri“ einiger Mauersegler empfangen werden. „Die erledigen alles vom Fressen bis zur Paarung fliegend“, weiß jemand zu berichten. Der Kleiber ist da eher konventionell – er zieht gerade neben einem Autohaus seine Jungen in einem Baum groß. „Wahnsinn, das übersieht man in der Hektik des Alltags“, zeigt sich eine junge Frau beeindruckt. Als die Gruppe  ein wenig „erschlagen“ von den Eindrücken zum Ausgangpunkt zurückkehrt, hat der Hase dem Gartenschau-Team den Platz am Eingang überlassen.  Vielleicht kommt er am 9. Juni ja wieder. Da ist die nächste Exkursion angesagt.

 

Text: M. Zurek


Stunde der Wintervögel dokumentiert Rückgang der Singvögel

 

Was sich bereits zur Zwischenbilanz abgezeichnet hatte ist nun Gewissheit: Das Endergebnis der Mitmachaktion von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU „Stunde der Wintervögel“ zeigt bei Vogelarten wie Meisen und Finken einen deutlichen Bestandsrückgang. Für den Vogelmangel sind gleich mehrere Faktoren verantwortlich. Hauptgrund ist der geringe Zuzug an nordischen Wintergästen. Der LBV freut sich in Bayern über ein erneutes Rekordergebnis. Über 27.000 Teilnehmer zählten Anfang Januar insgesamt über 640.000 Vögel und sahen im Durchschnitt nur 33 gefiederte Gäste pro Garten. Im Schnitt wurden in den bayerischen Gärten knapp 20 Prozent weniger Vögel beobachtet als im Vorjahr. Dabei war der Feldsperling der am häufigsten beobachtete Wintervogel in Bayerns Gärten. Die Kohlmeise, die in den vergangen sechs Jahren meist auf dem Spitzenplatz landete, stürzte auf den vierten Rang ab.

Doch wie schaut die Entwicklung im Landkreis Pfaffenhofen aus? Mit durchschnittlich 40 Vögeln pro Beobachtung liegt der Landkreis im bayrischen Vergleich im vorderen Mittelfeld. Der Feldsperling führt die Liste der häufigsten Arten mit großem Vorsprung an, gefolgt vom Haussperling. Bei diesem liegt aber die durchschnittliche Anzahl mit 6,7 deutlich unter dem Ergebnis von 2012, da wurden im Schnitt 10,3 Haussperlinge gezählt. Insgesamt zeigt sich hier ein kontinuierlicher Rückgang, dieser zeigt sich noch viel heftiger bei den Grünfinken. Deren durchschnittlicher Bestand ist von 7,7 im Jahr 2012 auf nur noch 1,6 gesunken. Auch die Kohlmeise ist im Landkreis so selten gesehen worden wie noch nie, obwohl der Bestand jährlichen Schwankungen unterliegt, zeigt die diesjährige Zählung einen neuen Tiefststand. Erfreuliches gibt es von den Amseln zu berichten, deren Bestand seit einigen Jahren leicht zunimmt und so ist die Amsel die dritthäufigste Art in unseren Gärten im Landkreis.

Die Aktiven der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen, die mit einem Marktstand noch für eine Teilnahme an der Stunde der Wintervögel geworben hatten, freuen sich über einen neuen Beteiligungsrekord. Im Landkreis wurden 191 Meldungen abgegeben, dabei beteiligten sich 266 Interessierte und zählten 7567 Vögel.

Vögel füttern im Winter

 

Die LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen informiert am Samstag, den 14. Januar an der Musterfutterstelle am Prielhof in Scheyern über die verschiedenen Möglichkeiten Vögel, durch die richtige Fütterung, gut durch die kalte Jahreszeit zu begleiten. Der langjährige Betreuer der Musterfutterstelle Anton Schrimpf zeigt, welche Futtersorten für welche Vögel besonders geeignet sind, denn die verschiedenen Arten bevorzugen ganz unterschiedliche Futterangebote. Aber auch wie man das Futter anbietet ist ganz entscheidend für den Erfolg und vor allem für die Gesunderhaltung der gefiederten Gäste in Garten und Futterhäuschen. Dieses und vieles mehr erfahren Sie am Samstag in Scheyern, Treffpunkt ist am Parkplatz des Prielhofes um 10.00 Uhr, die Veranstaltung dauert ca. 2 Stunden.


Stunde der Wintervögel - Marktstand in Pfaffenhofen am 7. Januar

 

Am ersten Wochenende im neuen Jahr findet wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. Im Zeitraum vom 6. bis 8. Januar möchten sich der LBV und der NABU, zusammen mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern, ein Bild darüber verschaffen, wie viele Vögel in unseren Gärten und Parks in diesem Winter leben. Bei dieser großangelegten Aktion brauchen wir Ihre Mithilfe, denn je mehr Menschen teilnehmen und eine Stunde lang beobachten, desto aussagekräftiger und genauer ist das Ergebnis.

 

Mitmachen ist ganz einfach:

·         Nehmen Sie sich an diesem Wochenende eine Stunde Zeit

·         Beobachten Sie die Vögel in ihrem Garten oder auch in einem Park in ihrer Nähe

·         Notieren Sie die maximal auftretende Anzahl der jeweiligen Art

·         Übermitteln Sie die gesammelten Erkenntnisse an den LBV

 

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: In der LBV Broschüre zur Stunde der Wintervögel ist eine Liste mit den häufigsten Arten, die Sie ausgefüllt an den LBV: Postfach 1380 in 91157 Hilpoltstein senden können oder aber Sie registrieren sich im Internet unter http://www.lbv.de/aktiv-werden/stunde-der-wintervoegel.html und geben Ihre Daten direkt ein. Bei diesen Varianten ist am 16. Januar Einsendeschluss. Es besteht am 7. und 8. Januar aber auch die Möglichkeit, die Ergebnisse telefonisch mitzuteilen: unter der kostenlosen Rufnummer 0800-115-7-115 können Sie zwischen 10 und 18 Uhr anrufen.

 

Unter allen Teilnehmern verlost der LBV hochwertige Preise, wie ein Swarovski Fernglas, eine Reise mit Birding Tours und verschiedene Futtersäulen. Also mitmachen lohnt sich, denn Sie verbringen eine entspannte Stunde beim Beobachten der Vögel, wir bekommen ein aussagekräftiges Ergebnis und mit etwas Glück gehören Sie zu den glücklichen Gewinnern.

 

Am Samstag, den 7. Januar, können Sie uns auch auf dem Marktplatz in Pfaffenhofen treffen. Zwischen 9 und 12 Uhr möchten wir Sie über die Stunde der Wintervögel informieren und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf angeregte Gespräche mit Ihnen und mit allen Bürgern, die sich über die Arbeit der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen informieren wollen.


8. Pfaffenhofener Naturschutzpreis verliehen am 16.11.2016

 

Mit der  8. Verleihung des Pfaffenhofener Naturschutzpreises wurde am Mittwoch eine Tradition fortgesetzt. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Vorsitzende der LBV Kreisgruppe Professor Hans Joachim Leppelsack dem Schweitenkirchener Ornithologen Dr. Hans Utschick den diesjährigen Naturschutzpreis im Festsaal des Rathauses.

In seiner Laudatio erläuterte Professor Leppelsack das Wirken von Dr. Hans Utschick für den Artenschutz im Landkreis. So habe er zusammen mit Studenten im Gemeindebereich von Schweitenkirchen die Bestände von Brutvögeln, aber auch von Wintergästen kartiert. Schweitenkirchen sei damit  die am besten untersuchte und kartierte Fläche in Deutschland. Die dabei gewonnenen Daten werden bis zum heutigen Tag bei Planungen im Gemeindegebiet berücksichtigt, fanden unter anderem aber auch Eingang in die D`Hopfakirm „ Die Vögel im Landkreis Pfaffenhofen“. Auch wenn der Preisträger in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt sei, die Ergebnisse seiner Untersuchungen seien für den Naturschutz im Landkreis von großer Bedeutung. Erstmals in der Geschichte des Naturschutzpreises wird mit dem Preisgeld ein Projekt außerhalb der Region unterstützt, auf Wunsch von Dr. Utschick wird es an die Forschungsstation Panguana in Peru gehen. Auch hier werden dann Vögel kartiert werden, aber halt nicht im Landkreis, sondern im Regenwald.

Wie wichtig das Thema Artenschutz und Engagement in diesem Bereich ist, konnte man an der Liste der Teilnehmer ablesen, neben dem Landrat Martin Wolf, als Schirmherr der Veranstaltung und  dem Bürgermeister und Gastgeber Thomas Herker, nahmen Florian Weigert, der Landrat des Nachbarkreises Neuburg-Schrobenhausen und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis teil. Im Namen der Stifterfamilie wies Anita Scheller von der Schellermühle  darauf hin, dass Naturschutz im Kleinen anfängt und ein jeder dazu beitragen kann. Wichtig sei es das Interesse zu wecken und die Menschen für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren. „ Wenn es diesen Preis nicht gäbe, dann müsste man ihn erfinden“ mit dieser Aussage würdigte Landrat Martin Wolf den Naturschutzpreis, mit dem Zusammenwirken von LBV und der Schellermühle, als Teil der regionalen Wirtschaft, komme der Preis aus der Mitte der Gesellschaft. 

Dr. Hans Utschick (Mitte) erhält im Beisein seiner Frau den Pfaffenhofener Naturschutzpreis von Prof. Hans-Joachim Leppelsack überreicht.

Mauersegler-Projekt im Schloß Jetzendorf

 

Das Jetzendorfer Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert  und ist ein Gebäudeensemble, das sich aus verschiedenen Baukörpern zusammensetzt. Im sogenannten Hochschloss, einem wuchtigen quadratischen und hohen Gebäudeteil gibt es eine Mauerseglerkolonie. Diese findet in der massiven Ziegelwand problemlos Brutplätze, da es viele Mauernischen und Risse in der Außenwand gibt. Dieser für die Mauersegler paradiesische Zustand wurde nun im Zuge einer notwendigen Sanierung, sowohl des Dachstuhls, als auch Teilen der Außenhülle,  gestört. Große und tief Risse wurden verpresst, herausgefallene Steine wieder eingefügt und Teile der Fassade neu verputzt. Erfreulicher Weise wird auch nach Beendigung der Maßnahmen der über die Fassade wuchernde wilde Wein erhalten bleiben und auch der Putz wird nicht vollständig erneuert, sondern behält seine Patina, verbunden mit kleinen Unregelmäßigkeiten und Rissen.

Auf Anregung der Schlossverwaltung, in Absprache mit dem Architekten  und unterstützt durch die Kreisgruppe, wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten 10 Mauerseglerkästen der Firma Schwegler in die Fassade eingebaut. Bei dem ausgewählten Modell handelt es sich um den Niststein Typ 25, der über herausnehmbare Öffnung verfügt und mit 8,8 kg die schwerste und massivste Lösung darstellt. Da das Gemäuer aus über einen Meter dicken massiven Ziegelwänden besteht, gestaltete sich der Einbau problemlos. Auch aus der Sicht des Denkmalschutzes bestanden keine Einwände gegen den Einbau der Niststeine. Mit dem Einbau wurde erst nach dem 15. August begonnen, so dass die Mauersegler bereits wieder den Zug in den Süden angetreten hatten und durch die Eingriffe nicht gestört werden konnten.

Im kommenden Frühjahr wird es sich dann zeigen, ob mit den Niststeinen attraktive neue Brutmöglichkeiten entstanden sind und sie von den Mauerseglern angenommen werden.

 

 

Anmerkung: Obwohl der obere Teil des Gebäudes seit dem Winter eingerüstet und teilweise auch mit Folien verhängt war, sind die Mauersegler während des Sommers anscheinend nicht groß beeinträchtigt worden. Sie sind durch das Gerüst durch geflogen und haben in den Wänden gebrütet.


„ Natur für jeden Garten: Naturgärten ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz “

 

Sie möchten der Natur und den Tieren in ihrem Garten mehr Platz einräumen, wissen aber nicht so genau wie? Einen naturnahen Garten hätten sie schon gerne, aber sie scheuen den Arbeitsaufwand? Sie haben einen eigenen Garten und möchten sich neue Impulse holen?

Antworten auf diese Fragen  und noch vielmehr erhalten sie am 11. November um 19.30 Uhr von Dr. Reinhard Witt. Im Rahmen der Naturschutzrunde hat der LBV Pfaffenhofen den Gartenplaner Dr. Reinhard Witt  zu einem Vortrag ins Naturfreundehaus  eingeladen. Seit 30 Jahren plant und baut der erfahrene Grünplaner und Biologe nicht nur naturnahe Privatgärten, sondern auch Industrie- und Gewerbeflächen, öffentliches Grün, Schulhöfe und Spielplätze. Darüber hinaus ist er als Sachbuchautor aktiv, in zahlreichen Büchern gibt er Auskunft über die Anlage, Entwicklung und Pflege von naturnahen Gärten und Wildpflanzungen.

Durch seine langjährige Tätigkeit kann er auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. In seinem Vortrag werden Beispiele von Privatgärten und öffentlichen Grünanlagen mit besonders hohem ökologischem Wert gezeigt. Sein Credo lautet: Es ist ganz einfach heimische Tierarten zu retten: Jeder Quadratmeter heimische Wildpflanzen zählt.


Herbstfest am 9. Oktober 2016 im Prielhof

 

Am Sonntag, den 9. Oktober findet unser Herbstfest im Prielhof in Scheyern statt. Dieses Fest für die ganze Familie bietet auch in diesem Jahr eine bunte Vielfalt. An verschiedenen Ständen besteht die Möglichkeit mit Naturmaterialien zu basteln, Bienenwachskerzen selber zu ziehen, oder mit Wolle zu filzen. Auf dem beliebten Mehlfahrrad können Getreidekörner in Mehl gemahlen werden, welches dann zum Backen von Pfannkuchen verwendet wird. Kindheitserinnerungen weckt der vor Ort frisch gepresste Apfelsaft, oder die Marmeladen aus der Blindverkostung, aber auch die aus Sahne selber geschüttelte Butter schmeckt so gut wie früher. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr ein großes Kuchenbuffet, der gemütlich im Garten mit einer Tasse Kaffee genossen werden kann. Für die, die es weniger süß mögen, gibt es frische Kartoffeln mit verschiedenen Quarkvariationen. Wir starten um 13.00 Uhr und freuen uns, Sie mit Ihrer Familie bis um 16.00 Uhr als unsere Gäste begrüßen zu können.


Infostand auf dem Pfaffenhofener Markt am 24. September 2016

 

Bei schönstem Herbstwetter präsentierten wir uns am Samstag den 24. September mit einem Infostand auf dem Pfaffenhofener Marktplatz der Bevölkerung. Die grundlegende Idee war, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und unsere Arbeit und Projekte vorzustellen. Dazu hatten wir nicht nur die Ausstellung zum „Vogel des Jahres“ aufgebaut, sondern auch zu einer Vielzahl von Projekten Plakate erstellt, die einen ersten Einblick geben.

 

Sehr schnell sind wir mit den Passanten ins Gespräch gekommen, die sich überwiegend aufgeschlossen und interessiert zeigten. So kamen auch immer wieder Fragen zu bestimmten Vögeln im eigenen Garten, auf die insbesondere Prof. Hans Leppelsack sachkundig Auskunft geben konnte. Aber auch die verschiedenen Ratgeber zu Themen wie: Igel, Nistkästen, Vogelfütterung und Schnecken im Garten erfreuten sich reger Nachfrage.

 

Etwas unfreiwillig sind wir an diesem Vormittag zwischen die Lager der Windkraftbefürworter und der Windkraftgegner geraten.  Auch dieses an diesem Vormittag so kontrovers diskutierte Thema fand sich in manchem Gespräch wieder. Hier konnten wir auf die Position des LBV verweisen, der prinzipiell für Windkraft stimmt, diese Entscheidung aber vom jeweiligen geplanten Standort abhängig macht.


Almbesuch der Kreisgruppe am Geigelstein am 3. September 2016

 

Anfang September besuchten einige Aktive der Kreisgruppe zusammen mit dem Landesvorsitzenden des LBV Norbert Schäffer die von der Familie Hipp bewirtschaftete Alm unterhalb des Geigelsteins. Mit dabei waren Brigitte Kraft von der BGS Schwaben und Sabine Pröls von der Regionalgeschäftsstelle Inn – Salzach. Ziel dieses Ausfluges sollte sein, gemeinsam  Ideen zu entwickeln, wie es dem LBV  gelingen kann, ein Vorzeigemodell zu entwickeln, welches zeigt, dass sich eine rentable Almwirtschaft mit den Idealen des LBV im Hinblick auf Artenvielfalt und -erhaltung vereinen lässt. Armin Günther von der KG Pfaffenhofen, der die Alm seit einigen Jahren im Namen der Familie Hipp bewirtschaftet, gab einen umfassenden Einblick in die alltäglichen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung einer Alm. Bei einer anschließenden Almbegehung kam es zu einem regen Gedankenaustausch unter den Aktiven, der bei einer abschließenden Brotzeit fortgesetzt wurde. Nur die Kühe, die auf der Alm den Sommer verbringen, zeigten sich von unserem Besuch vollkommen unbeeindruckt und ließen sich nicht blicken.


Preisträger des Naturschutzpreises erhalten Nisthilfen

 

Den Landwirten, die im November 2015 mit dem Pfaffenhofener Naturschutzpreis geehrt wurden, wurde aus den Preisgeldern eine Nisthilfe für Vögel auf ihrem Hof zugesagt. Die ersten Nisthilfen wurden in diesen Tagen verteilt. Ernst Niedermeier hat sich eine Nisthilfe für Mehlschwalben ausgewählt. Auf seinem Hof in Deimhausen brüten noch Rauch- und Mehlschwalben. 

Foto (E. Leppelsack): Hans Leppelsack (li) und Peter Heinzelmeir (re) von der LBV Kreisgruppe mit dem Deimhausener Landwirt Ernst Niedermeier
Foto (E. Leppelsack): Hans Leppelsack (li) und Peter Heinzelmeir (re) von der LBV Kreisgruppe mit dem Deimhausener Landwirt Ernst Niedermeier




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