Das besenderte Storchenmännchen Jakob aus Pfaffenhofen sendet nicht mehr

 

12. September 2018:

 

Von Jakob wurden uns am 29. August die letzten Koordinaten übermittelt. Seitdem gibt es kein aktuelles Bewegungsmuster mehr. Die Gründe hierfür sind uns bisher nicht bekannt. Leider müssen wir auch bei diesem Jungstorch davon ausgehen, dass es auf dem Zug in das Winterquartier zu Tode gekommen ist.


Das besenderte Storchenmännchen Storchi aus Hohenwart ist tot

 

28. August 2018:

 

Bereits am 19. August ist Storchi auf einer offenen Müllhalde südwestlich von Narbonne gestorben. Seit diesem Datum wurden die Positionsdaten des Senders immer von der gleichen Stelle auf der Deponie aus übermittelt. An der offenen Müllhalde wurden weitere 18 Weißstörche tot aufgefunden.

Ursache für den Tod dieser Störche ist die Kollision mit Hochspannungsleitungen, die direkt an der Müllhalde verlaufen. Starke Nordwest-Winde, die in diesem Jahr besonders stark auftraten, haben die Störche an die Leitungen getrieben.


Das besenderte Storchenweibchen Frieda aus Pfaffenhofen lebt nicht mehr

 

26. August 2018: 

 

Heute früh kam die traurige Nachricht vom MPI in Radolfzell, dass das besenderte Storchenweibchen Frieda nicht mehr lebt. Frieda wurde am 22. August zusammen mit einem anderen Weißstorch unter einer Stromleitung im schweizerischen Moudon nördlich von Lausanne aufgefunden. Der Finder der beiden Störche schreibt von "deux cigognes trouvée électrifiées". Anhand der Ring- und Senderdaten ist Frieda eindeutig identifizierbar. Der Sender ist inzwischen auf dem Weg nach Radolfzell, wo die Auswertung der Bewegungsdaten der letzten Stunden im Leben von Frieda stattfinden wird.

Frieda ist am 17. August 2018 gestorben.


Neue Kindergruppe für Pfaffenhofen

  

Im September wird in Pfaffenhofen eine neue Kindergruppe der Kreisgruppe gegründet. Diese richtet sich an Kinder zwischen
6 und 7 Jahren, die Lust haben, in einer Gruppe gemeinsam die Natur in Wald und Feld zu erkunden und die Geheimnisse der Natur zu erforschen.

Die Gruppe trifft sich ab dem 14. September zweimal im Monat von 15 bis 17 Uhr, um gemeinsam mit den beiden Gruppenleiterinnen (Margit Jarosch und Simone Schuster) für 2 Stunden in die Natur rund um Pfaffenhofen einzutauchen.

Treffpunkt ist am Waldparkplatz am Stadtwald auf Höhe der Kindertagesstätte Burzlbaam.
Da nur eine begrenzte Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, müssen die Kinder bitte vorher angemeldet werden.

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es bei der Geschäftsstelle der Kreisgruppe bei Dorothee Bornemann unter 0173/3139432 oder an dorothee.bornemann@lbv.de .

 

 

Foto: Monika Schirutschke/LBV-Bildarchiv
Foto: Monika Schirutschke/LBV-Bildarchiv

Achtung Terminänderung!!!

 

Wir müssen die Naturschutzrunde zu den Gebäudebrütern um einen Tag verschieben.

Sie findet nicht wie im Programm ausgedruckt am 12. April statt, sondern am Freitag, den 13. April um 19.30 Uhr im Naturfreundhaus in Pfaffenhofen, Ziegelstraße 88.

 

 


Mit Kindern in die Natur – Gruppenleiter gesucht

 

Informationsabend der LBV KG Pfaffenhofen am 9. März

 

Sie können sich vorstellen, mit jungen Menschen die Schönheit und Lebendigkeit der Natur spielerisch zu entdecken? In der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen haben Kindergruppen schon eine lange Tradition. Wir möchten auch in Zukunft Kindern vom Kindergartenalter an die Möglichkeit bieten, an einer LBV Kindergruppe teilnehmen zu können. Daher suchen wir für unsere Naturkindergruppen ehrenamtliche BetreuerInnen, von jung bis jung geblieben, die 1-2 mal monatlich Gruppenstunden gestalten. Uns ist es wichtig, dass wir den Kindern die Freude am Leben und Erleben in der freien Natur vermitteln können. Mit unserem Informationsabend wollen wir interessierten Naturfreunden zeigen, dass die Leitung und die Teilnahme an einer Kindergruppe in erster Linie Spaß macht. Die Leitung einer Kindergruppe ist auch ohne ein tiefgehendes Arten und Naturwissen möglich, es steht viel Material zur Verfügung, mit dem man Gruppenstunden spannend gestalten kann. An diesem Abend werden Professor Hans Leppelsack und die Jugendbeauftragte der Kreisgruppe Dr.Elke Leppelsack aus ihrer langen Erfahrung in der Leitung von Kindergruppen berichten. Die Veranstaltung ist am 9. März um 19.30 Uhr im Naturfreundehaus in Pfaffenhofen, Ziegelstraße 88. Weitere Informationen gibt es bei Dorothee Bornemann unter 0173/3139432.


Stunde der Wintervögel 2018

 

Über eine neue Rekordbeteiligung an der Stunde der Wintervögel 2018 konnte sich die LBV KG Pfaffenhofen freuen. Im Landkreis Pfaffenhofen haben 319 Vogelfreunde an der Zählung teilgenommen und an 205 verschiedenen Orten  Vögel gezählt. Dabei lag der Landkreis mit durchschnittlich 39 Vögeln pro Zählstelle zwar über dem bayrischen Durchschnitt von 34 gezählten Vögeln, damit zeigt sich aber auch ein schwacher Rückgang, 2016 waren es durchschnittlich noch 46 Vögel. Die diesjährige Stunde der Wintervögel steht ganz unter dem Zeichen des sehr milden Winters. Durch die milden Temperaturen sind die Wintergäste aus dem Norden in diesem Jahr wieder weitgehend ausgeblieben. Dies könnte eine Erklärung für die rückläufige Anzahl sein.

 

Die Sorgenkinder des letzten Jahres waren die verschiedenen Meisenarten und der Grünfink. Während sich bei den Meisen der Bestand scheinbar erholt hat, sieht es bei den Grünfinken nach wie vor schlecht aus. Die zahlenmäßig häufigsten Arten sind die Feld-und Haussperlinge, betrachtet man die Zahlen genauer, zeichnet sich aber auch bei diesen Allerweltsarten ein Rückgang ab. Gerade der Haussperling braucht neben kleinen Hohlräumen an Häusern als Brutplatz, Hecken und sandige, offene Flächen für die Nahrungssuche und als allgemeinen Lebensraum. Moderne Häuser und energieeffizient renovierte Altbauten stehen als Brutplatz nicht mehr zur Verfügung. Aufgeräumte und pflegleichte Gärten und öffentliche Grünanlagen bieten leider auch keinen ausreichenden Lebensraum für den Spatz. Dichte und vor allem gemischt bepflanzte Hecken würden sich auch viele andere Arten wünschen, wie zum Beispiel das Rotkehlchen und der Zaunkönig. Von blühenden Sträuchern könnten zudem die Insekten profitieren, die wiederum bei der Aufzucht von Jungvögeln eine wichtige Rolle spielen.

Die Stunde der Wintervögel zeigt, wenn man die Ergebnisse der letzten Jahre vergleicht, dass es bei manchen Arten zu gleichmäßigen Bestandsschwankungen kommt. Bei einigen Arten ist aber eine ganz klare Abnahme der Bestandszahlen erkennbar. Haussperling, Grünfink und Rotkehlchen sind nur einige der Arten, die in nächster Zeit unter besonderer Beobachtung stehen sollten.

 

 

Auswertung Stunde der Wintervögel von 2014 bis 2018

Vogelart

2014

2015

2016

2017

2018

Bayern 2018

Feldsperling

6

6,7

8,6

9,9

7,7

4,5

Haussperling

7,1

7,4

6,5

6,8

5,2

4,5

Kohlmeise

4,4

4,7

5,5

3,3

5,1

5,1

Amsel

3,5

4,2

4,2

5

3,4

3

Blaumeise

2,6

3,3

3,6

2,8

3,6

3,3

Grünfink

3,4

3,7

2,6

1,6

1,7

1,3

Rotkehlchen

0,7

0,8

0,8

0,7

0,6

0,6

Buchfink

1,8

2,2

2

2,5

1,8

1,4

 

 

 

 

 

 

 

Vögel pro Garten

36

42

46

40

39

34

Meldungen

143

163

175

192

205

22668

Teilnehmer

192

237

238

267

319

32317


Stunde der Wintervögel 2018, machen Sie bitte mit!

 

Nun ist es bald wieder soweit, vom 5. bis zum 7. Januar findet die diesjährige Stunde der Wintervögel statt. In den letzten Jahren zeigte sich, dass gerade die Zahl der „Allerwelts-Vögel“ wie Haussperling, Grünfink, aber auch verschiedene Meisenarten in unserem Landkreis stark rückläufig sind. Wir stellen uns die Frage, ob sich diese traurige Entwicklung fortsetzt oder ob sich manche Arten auch wieder leicht erholen konnten. Deshalb hoffen wir auf ihre Mithilfe, denn je mehr Menschen teilnehmen und eine Stunde lang beobachten, desto aussagekräftiger und genauer ist das Ergebnis. Mitmachen ist ganz einfach:

 

·         Nehmen Sie sich an diesem Wochenende eine Stunde Zeit

·         Beobachten Sie die Vögel in ihrem Garten oder auch in einem Park in ihrer Nähe

·         Notieren Sie die maximal auftretende Anzahl der jeweiligen Art

·         Übermitteln Sie ihre gesammelten Erkenntnisse an den LBV

 

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, in der LBV Broschüre zur Stunde der Wintervögel ist eine Liste mit den häufigsten Arten, die Sie ausgefüllt an die Landesgeschäftsstelle des LBV, Eisvogelweg1 in 91157 Hilpoltstein senden können oder aber Sie registrieren sich im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de  und geben Ihre Daten direkt ein. Es besteht am 6. und 7. Januar aber auch die Möglichkeit, per Telefon Ergebnisse mitzuteilen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-115-7-115 können Sie zwischen 10 und 18 Uhr anrufen, oder aber auch per Fax unter der Nummer 089/20027088.

 

Unter allen Teilnehmern verlost der LBV hochwertige Preise, wie ein Swarovski Fernglas, eine Reise mit Birding Tours und verschiedene Futtersäulen. Also mitmachen lohnt sich, denn Sie verbringen eine entspannte Stunde beim Beobachten der Vögel, wir bekommen ein aussagekräftiges Ergebnis und mit etwas Glück gehören Sie zu den glücklichen Gewinnern.


Naturschutzpreis 2017 verliehen

 

LBV ehrt mit Christian Huber einen vielseitigen Artenschützer

 

Bereits zum 9.mal wurde am Mittwoch im Rathaussaal der Pfaffenhofener Naturschutzpreis verliehen. Mit diesem von der Familie Scheller gestifteten Preis, ehrt die LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen Personen, die sich in besonderem Maße für die Natur im Landkreis einsetzen. In diesem Jahr wurde mit Christian Huber ein überaus engagierter und vielseitiger Artenschützer aus den Reihen des LBV geehrt.

 

Frau Anita Scheller betonte in ihrer Begrüßungsansprache eindrücklich die besondere Bedeutung einer vielfältigen Natur, die für die kommenden Generationen unbedingt zu erhalten sei. Es brauche Menschen wie den Preisträger Christian Huber, die sich mit viel Herzblut und Liebe zur Natur, dafür einsetzen, dass „Natur auch Natur bleibt“. Hausherr und Gastgeber Bürgermeister Thomas Herker betonte in seinem Grußwort, dass die Arbeit des LBV zum Erhalt der Artenvielfalt  mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt harmoniere. Es brauche das Engagement der Bürger, um diese mit Leben auszufüllen. Der amtierende Landrat Anton Westner würdigte das Engagement von Christian Huber, dieses sei insbesondere auch für die Behörden von großem Nutzen. Das umfassende Monitoring und die Kartierung der Vögel mache es möglich, die Belange des Artenschutzes in die Planungen im Landkreis miteinfließen zu lassen.

 

Professor Leppelsack bedankte sich bei der Familie Scheller für die lange und gute Zusammenarbeit, es sei für die Natur ein großer Gewinn, wenn die Arbeit der LBV Kreisgruppe durch die Unternehmer im Landkreis Unterstützung findet. In seiner anschließenden Laudatio stellte er die Vielzahl der Projekte und Aktionen, die von Christian Huber regelmäßig betreut werden, vor. Dabei ergaben sich drei verschiedene Tätigkeitsschwerpunkte. Zum einen die Erfassung und das Kartieren von Vögeln im Landkreis. Seit vielen Jahren sammelt Christian Huber diese Daten, die dann z.B.in den Brutvogelatlas eingehen  oder in der letzten Zeit bei ornitho.de erfasst werden, hier ist Christian Huber als Regionalbetreuer tätig. Im praktischen Artenschutz war er federführend am Bau des Flussseeschwalbenflosses beteiligt, aber auch die verschiedenen Projekte zur Betreuung von Nistkästen sind bei ihm in guten Händen. Darüber hinaus leitet er in jedem Jahr eine Vielzahl von Exkursionen für die Kreisgruppe, dabei profitieren die Teilnehmer von seinem umfassenden Artenwissen.

 

In seiner Dankesrede betonte Christian Huber, dass es wichtig sei, über die Dinge zu reden, die im Artenschutz gut funktionieren und davon gab es an diesem Vormittag reichlich zu berichten. Eine positive Botschaft, auch in schwierigen Zeiten, könne die Menschen berühren und dazu bringen sich für die Natur einzusetzen


LBV sucht neue Räume

 

Die LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen sucht dringend neue Räumlichkeiten, in denen sie ihre Arbeitsmaterialien, Bücher und Präparate unterstellen kann. „ Wir sind auf der Suche nach einer Räumlichkeit, in der man sich aber auch spontan zu Besprechungen treffen kann“, so Professor Dr. Hans Leppelsack.

 

Schon seit vielen Jahren war der LBV zu Gast im Prielhof in Scheyern, erst bei der FAM, dann bei der Helmholtz Gesellschaft und in den letzten beiden Jahren bei der Kloster und Gutsverwaltung des Prielhofes. Ursprünglich standen dort ein Büroraum und ein Lagerraum zur Verfügung. Aufgrund der organisatorischen Veränderungen und der notwendigen Renovierungsarbeiten im Gutsbetrieb, musste die Kreisgruppe bereits im letzten Jahr auf den Büroraum verzichten. Nun steht auch der Lagerraum nicht mehr zur Verfügung. Dies stellt die Aktiven vor die große Herausforderung, für die vielen unterschiedlichen Dinge, von Vogelpräparaten über Bücher bis hin zu Material für die Betreuung von Kindergruppen, einen Raum zu finden, in dem diese Dinge untergebracht werden können. Dass es in der augenblicklich so angespannten Immobilienlage nicht einfach werden wird, darüber sind sich die Aktiven der Kreisgruppe im Klaren, „Wir hoffen auf ein Angebot oder einen Hinweis aus der Bevölkerung“. Diese können sowohl bei Professor Dr. Hans Leppelsack als auch bei der Geschäftsstelle der Kreisgruppe unter 0173/3139432 gemeldet werden.


Seminar: Wildlife – Waldinsel vom 01. bis 03.09.2017 in Pfaffenhofen/Scheyern

 

Am ersten Septemberwochenende diesen Jahres trafen sich zehn Jugendliche mit zwei ausgebildeten Wildnispädagogen um gemeinsam ein spannendes Abenteuer im Wald zu erleben. Die Motivation des Seminars war es, die Jugendlichen zu ursprünglichen Lebensbezügen, wie etwa das Leben in einer Gemeinschaft in der Natur oder die Ausbildung von handwerklichen Fertigkeiten (Lager bauen, Kochen am Feuer, Glutschalen brennen, etc.), zurückzuführen. Ein weiteres Anliegen war e,s zur Achtsamkeit sich selbst, den anderen und der Natur gegenüber zu sensibilisieren. Sich als Teil einer Gruppe und des Ökosystems Wald zu erfahren, Nachhaltigkeit und Artenkenntnisse zu stärken, auch das waren wichtige Bestandteile. Mit diesen intensiven Erfahrungen wird es möglich, mit einer neuen Sichtweise in den Alltag zurückzukehren und aus einem tieferen Bewusstsein heraus zu leben.

 

Bei regnerischem Wetter und mit großer Vorfreude auf die bevorstehende Zeit fand sich die Gruppe zusammen. „Wow!!! Jetzt sind wir wirklich in der Wildnis!“ - für einige Jugendliche eine ganz neue Erfahrung, die begleitet wurde von überwältigtem Staunen. Zu Anfang hieß es, sich auf die Natur und den Platz einzustimmen, den Wald zu begrüßen. Bei einer indianischen Räucherrunde mit Singen und einem in sich und in die Natur Hineinhorchen, fand ein erstes Annähern statt. Anschließend wurde gemeinsam das Schlaflager errichtet, Wasser geholt, Brennholz gesammelt und schließlich das wärmende Feuer entzündet, welches für das Wochenende vier Komponenten mit einschließen wird: Licht- und Wärmequelle, Kochstelle und Gemeinschaftsplatz. Herausforderungen, die in unserer modernen und schnelllebigen Welt meist nicht mehr relevant sind. Denn wer hat beispielsweise noch Zeit, sich eine Stunde damit zu beschäftigen, ein Feuer zu entfachen und anschließend eine weitere Stunde, um das Essen zuzubereiten. Das Interesse an den Bewohnern des Waldes war sehr groß. So bestimmten die Jugendlichen zum Beispiel aus eigenem Antrieb heraus die Baumarten der Umgebung oder informierten sich über Fledermäuse. Einer der Höhepunkte des Wochenendes war das Glutbrennen – die Jugendlichen durften sich aus einem Stück Fichtenholz eine Essensschale ausbrennen. Zuvor bekamen sie die Aufgabe, zu zweit ein Feuer mit nur einem Streichholz zum Brennen zu bringen. Die daraus entstandene Glut wurde zusammengeführt, sodass mit diesem Gemeinschaftsfeuer anschließend das Glutbrennen beginnen konnte. Es zeigt sich: das Thema Feuer zog sich durch das ganze Seminar hinweg, ist es doch im Draußenleben ein so wichtiger und wertvoller Bestandteil. An den Abenden konnte am Feuer erzählt, gesungen und geträumt werden. Ein Stück entfernt vom Lagerplatz wurden im Dunkeln die Sinne geschärft. Anschleichen üben und unsichtbar werden, sich wie die Tiere in den Wald einfügen und eins werden. Spielerisch trainierten die Jugendlichen diese Fähigkeiten. Anfängliche Ängste vor der Dunkelheit oder vor dem Draußen sein nachts im Wald waren bald überwunden, als ein Gefühl des „Wir dürfen uns zuhause fühlen im Wald und in der Natur!“ entstehen konnte.

 

Die Jugendlichen durften an diesem Wochenende noch sehr viel anderes überwinden, konnten sich mit allem was in ihnen da ist zeigen und sich authentisch begegnen. In der Natur gibt es keine Fassade, keinen Schein – Äußerlichkeiten fallen sehr schnell ab, wenn es um Wesentliches zu beginnen geht. Sie durften erfahren was es heißt, Selbstinitiative zu zeigen und dabei Gemeinschaft zu sein und wie wichtig es ist, im Einklang zu leben – mit sich, mit den anderen, der Natur und mit dem großen Ganzen.

 

Mit vereinten Kräften bauten die Teilnehmer das Lager ab, um es den Naturvölkern gleich zu tun und so wenig Spuren wie möglich zu hinterlassen. Anfang und Ende, Leben im Kreislauf. So wurde die gemeinsame Zeit genauso wie am Beginn mit indianischem Räuchern und Singen beschlossen. Die Eltern warteten bereits auf die eintreffenden Jugendlichen mit vielen Fragen im Gesicht, wie es ihnen wohl da draußen ergangen ist. Einige waren voll Erde, andere voll Ruß, wieder andere waren müde. Doch spielt das eine Rolle, wenn auf ein spannendes Abenteuer zurückgeblickt werden kann? Denn: Sich mit Kälte und Regen, mit den Elementen und der Gemeinschaft, ohne Eltern im Wald auseinanderzusetzen und in strahlende Gesichter mit der Botschaft „Ja, wir haben das geschafft!“ zu blicken, das ist Faszination Wildlife!

 

Christian Rachl & Bettina Jakob (Wildnispädagogen)

 

 

Bei Interesse an individuellen Natur- und Wildnisseminaren für Kinder/Jugendliche/Erwachsene oder Kindergeburtstagen im Wald werden Anfragen unter naturkind-naturerleben@web.de gerne entgegengenommen!


Herbstfest 2017 - am 8. Oktober im Prielhof

  

Am Sonntag, den 8. Oktober findet unser alljährliches Herbstfest im Prielhof in Scheyern statt. Dieses Fest für die ganze Familie bietet auch in diesem Jahr eine bunte Vielfalt. Neu ist eine Tombola mit vielen schönen Preisen. Aber auch die Möglichkeit, sich seine Pommes Frites selber zu machen, vom Schälen der Kartoffel bis zum Genuss. An verschiedenen Ständen besteht die Möglichkeit mit Naturmaterialien zu basteln, Bienenwachskerzen selber zu ziehen, oder mit Wolle zu filzen. Auf dem beliebten Mehlfahrrad können Getreidekörner in Mehl gemahlen werden, welches dann zum Backen von Pfannkuchen verwendet wird. Kindheitserinnerungen weckt der vor Ort frisch gepresste Apfelsaft, aber auch die aus Sahne selber geschüttelte Butter schmeckt so gut wie früher. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr eine große Auswahl an selbstgebackenem Kuchen, der gemütlich im Garten mit einer Tasse Kaffee genossen werden kann. Wir starten um 13.00 Uhr und freuen uns, Sie bis um 16.00 Uhr als unsere Gäste begrüßen zu können.

 

DAS HERBSTFEST FINDET BEI JEDEM WETTER IN DEN INNENRÄUMEN DES PRIELHOFS STATT !!

 

 


Die Weißstörche beginnen mit dem Zug in das Winterquartier

 

Die Reise der Störche in das Winterquartier hat Ende August begonnen. Während sich Bembo Sparky und Elfie, beides Störche, die 2016 bzw. 2015 in Pörnbach besendert wurden, noch in ihrem Sommerquartier aufhalten, ist Adi als besenderter Reichertshofener Storch aus dem Jahr 2016 seit Ende August wieder auf dem Rückflug (siehe Karte). Adi befindet sich zur Zeit auf einer Müllhalde im Norden von Spanien.

 

Die drei Jungstörche, die in diesem Jahr in Pörnbach großgezogen wurden, haben gestern am 3. September noch im Horst übernachtet, am heutigen Abend des 4. September bleibt der Horst unbesetzt. Wir sind gespannt, ob die Jungstörche in den kommenden Tagen noch auf den Pörnbacher Wiesen gesichtet werden. 

Adi hat auf seinem Flug in das Winterquartier bereits den Norden von Spanien erreicht.

Vögel im Schlosspark - Exkursion am 8. Juli 2017


Die Kreisgruppe lädt am 8. Juli 2017 zu einer etwa zweistündigen Exkursion in den Park des Jetzendorfer Schlosses ein. Unter dem Motto "Geschichte, Geschichten und Natur" können die verschiedenen Vogelarten anhand ihrer Vogelstimmen entdeckt sowie Wissenswertes und Interessantes aus der Geschichte des Jetzendorfer Schlosses erfahren werden.

 

Treffpunkt: 
8. Juli 2017 um 9 Uhr auf dem Raiffeisen-Parkplatz in Jetzendorf

 

Leitung: 
Prof. Dr. Hans Leppelsack
Leonard Sedlmair, Thomas Wenger

 

 

 


Neu besetzte Storchenhorste im Landkreis

 

In Hohenwart und in Baar-Ebenhausen haben in diesem Jahr Weißstörche die angebotenen Nisthilfen angenommen. In beiden Horsten werden erfolgreich Junge großgezogen.

 

 

4 gut entwickelte Jungstörche schauen Anfang Juni über den Horstrand.
2 noch recht kleine Jungstörche sind in den ersten Junitagen im Horst zu erkennen.

Der frühe Vogel klingt so schön - Beeindruckende Wanderung im Ilmtal

Foto: D. Bornemann
Foto: D. Bornemann

 

Nicht nur auf dem Gartenschaugelände, auch in dessen unmittelbarer Umgebung gibt es für Auge und Ohr so manche Schönheit zu entdecken – was der Landesbund für Vogelschutz unlängst bei einer morgendlichen Wanderung unter Beweis stellte.

Im fahlen Licht des dämmernden Morgens empfängt am Himmelfahrtstag  reges Zwitschern die 45 Teilnehmer der Exkursion, die sich am Haupteingang zur Gartenschau einfinden. Es ist kurz vor fünf Uhr. Zu dieser frühen Stunde sitzt hier noch kein Kartenkontrolleur, dafür beäugt ein Hase, der mitten auf dem Weg sitzt, neugierig die Ankömmlinge. Vom Hochbeet her strömt ein Hauch von Vanille herüber. Prof. Dr. Hans-Joachim Leppelsack begrüßt als LBV-Kreisvorsitzender die Frühaufsteher.  Was der Biologe an Informationen zum Thema Artenschutz serviert, wird jeweils von der Natur „garniert“. Da sind zwei Buchfinken, die vom Hausrotschwanz beäugt im Stakkato ihr Revier abgrenzen. Nach und nach folgt ein ganzes Ensemble von der flötenden Mönchsgrasmücke bis zur Arien schmetternden Singdrossel. „Der Gesang ist erlernt“, erklärt Leppelsack und verweist darauf, dass dabei individuelle Färbungen und Dialekte auszumachen sind.

Früher halfen Eselsbrücken, eine Vogelart allein per Gehör zu bestimmen. „Die geraten aber immer mehr in Vergessenheit“, bedauert der Exkursionsleiter. Als wolle er das unterstreichen, macht der Girlitz „wie ein ungeölter Kinderwagen“ auf sich aufmerksam. „Es sind fast ausschließlich die Männer, die singen“, erklärt Leppelsack.

An der Ilm scheucht die Gruppe ein paar Stockenten auf. Eine Blaumeise „morst“ ein wenig stotternd, dass Gefahr im Anmarsch ist - was die dudelnde Heckenbraunelle nicht weiter irritiert. Eine Goldammer beteuert vor dem Hintergrund des aus den Wiesen steigenden Nebels: „wie wie wie hab ich dich liiiiieb“. Hingerissen bekundet ein Teilnehmer: „Wahnsinn, ist das romantisch“. Jemand entdeckt eine Dorngrasmücke. Phasenweise im Bestand bedroht, hat sich die Art, wie zu erfahren, ein wenig  erholt. Auch ein Gartenbaumläufer gerät in den Blick und ein Fasan outet sich krächzend als Morgenmuffel – am Ende werden es weit über 30 Vogelarten sein, die sich eifrige Teilnehmer notieren können.

Nichts Gutes kann Leppelsack über die an dieser  Stelle dahindümpelnde Ilm berichten, deren Wasserqualität dem Biologen Sorge bereitet. Bald hat die Gruppe einen von Brennesseln gesäumten Bach erreicht. Hier versucht ein Sumpfrohrsänger  mit der Imitation anderer Vögel Eindruck zu schinden.

„Ich hab noch keine einzige Feldlerche und keinen Kiebitz gesehen“,  bemerkt jemand. Und Schmetterlinge oder geschäftig summende Insekten? Fehlanzeige. Stattdessen vielfach die Raupen der Gespinstmotte in ihrem haarigen Geflecht. Leppelsack bedauert diese „besorgniserregende Entwicklung“. Intensiv bewirtschaftete Wiesen sind nahezu „steril“, die häufige Mahd wird zusätzlich zur existenziellen Gefahr etwa für Bodenbrüter. „Am Stadtrand gibt es oft mehr Artenvielfalt als auf unseren Fluren“, bemerkt ein Naturfreund.

Auch im Wald auf der Anhöhe in Richtung Pörnbach ist es erstaunlich still. Eine Bachstelze hier, das „Wieze, wieze, wieze“ einer Tannenmeise dort. Am Boden eine von Habicht oder Eule gerupfte Taube. Durch ein Meer von Flockenblumen geht es zurück in die Stadt, wo die Wanderer vom „Sri sri“ einiger Mauersegler empfangen werden. „Die erledigen alles vom Fressen bis zur Paarung fliegend“, weiß jemand zu berichten. Der Kleiber ist da eher konventionell – er zieht gerade neben einem Autohaus seine Jungen in einem Baum groß. „Wahnsinn, das übersieht man in der Hektik des Alltags“, zeigt sich eine junge Frau beeindruckt. Als die Gruppe  ein wenig „erschlagen“ von den Eindrücken zum Ausgangpunkt zurückkehrt, hat der Hase dem Gartenschau-Team den Platz am Eingang überlassen.  Vielleicht kommt er am 9. Juni ja wieder. Da ist die nächste Exkursion angesagt.

 

Text: M. Zurek


Stunde der Wintervögel dokumentiert Rückgang der Singvögel

 

Was sich bereits zur Zwischenbilanz abgezeichnet hatte ist nun Gewissheit: Das Endergebnis der Mitmachaktion von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU „Stunde der Wintervögel“ zeigt bei Vogelarten wie Meisen und Finken einen deutlichen Bestandsrückgang. Für den Vogelmangel sind gleich mehrere Faktoren verantwortlich. Hauptgrund ist der geringe Zuzug an nordischen Wintergästen. Der LBV freut sich in Bayern über ein erneutes Rekordergebnis. Über 27.000 Teilnehmer zählten Anfang Januar insgesamt über 640.000 Vögel und sahen im Durchschnitt nur 33 gefiederte Gäste pro Garten. Im Schnitt wurden in den bayerischen Gärten knapp 20 Prozent weniger Vögel beobachtet als im Vorjahr. Dabei war der Feldsperling der am häufigsten beobachtete Wintervogel in Bayerns Gärten. Die Kohlmeise, die in den vergangen sechs Jahren meist auf dem Spitzenplatz landete, stürzte auf den vierten Rang ab.

Doch wie schaut die Entwicklung im Landkreis Pfaffenhofen aus? Mit durchschnittlich 40 Vögeln pro Beobachtung liegt der Landkreis im bayrischen Vergleich im vorderen Mittelfeld. Der Feldsperling führt die Liste der häufigsten Arten mit großem Vorsprung an, gefolgt vom Haussperling. Bei diesem liegt aber die durchschnittliche Anzahl mit 6,7 deutlich unter dem Ergebnis von 2012, da wurden im Schnitt 10,3 Haussperlinge gezählt. Insgesamt zeigt sich hier ein kontinuierlicher Rückgang, dieser zeigt sich noch viel heftiger bei den Grünfinken. Deren durchschnittlicher Bestand ist von 7,7 im Jahr 2012 auf nur noch 1,6 gesunken. Auch die Kohlmeise ist im Landkreis so selten gesehen worden wie noch nie, obwohl der Bestand jährlichen Schwankungen unterliegt, zeigt die diesjährige Zählung einen neuen Tiefststand. Erfreuliches gibt es von den Amseln zu berichten, deren Bestand seit einigen Jahren leicht zunimmt und so ist die Amsel die dritthäufigste Art in unseren Gärten im Landkreis.

Die Aktiven der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen, die mit einem Marktstand noch für eine Teilnahme an der Stunde der Wintervögel geworben hatten, freuen sich über einen neuen Beteiligungsrekord. Im Landkreis wurden 191 Meldungen abgegeben, dabei beteiligten sich 266 Interessierte und zählten 7567 Vögel.

Vögel füttern im Winter

 

Die LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen informiert am Samstag, den 14. Januar an der Musterfutterstelle am Prielhof in Scheyern über die verschiedenen Möglichkeiten Vögel, durch die richtige Fütterung, gut durch die kalte Jahreszeit zu begleiten. Der langjährige Betreuer der Musterfutterstelle Anton Schrimpf zeigt, welche Futtersorten für welche Vögel besonders geeignet sind, denn die verschiedenen Arten bevorzugen ganz unterschiedliche Futterangebote. Aber auch wie man das Futter anbietet ist ganz entscheidend für den Erfolg und vor allem für die Gesunderhaltung der gefiederten Gäste in Garten und Futterhäuschen. Dieses und vieles mehr erfahren Sie am Samstag in Scheyern, Treffpunkt ist am Parkplatz des Prielhofes um 10.00 Uhr, die Veranstaltung dauert ca. 2 Stunden.


Stunde der Wintervögel - Marktstand in Pfaffenhofen am 7. Januar

 

Am ersten Wochenende im neuen Jahr findet wieder die „Stunde der Wintervögel“ statt. Im Zeitraum vom 6. bis 8. Januar möchten sich der LBV und der NABU, zusammen mit möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern, ein Bild darüber verschaffen, wie viele Vögel in unseren Gärten und Parks in diesem Winter leben. Bei dieser großangelegten Aktion brauchen wir Ihre Mithilfe, denn je mehr Menschen teilnehmen und eine Stunde lang beobachten, desto aussagekräftiger und genauer ist das Ergebnis.

 

Mitmachen ist ganz einfach:

·         Nehmen Sie sich an diesem Wochenende eine Stunde Zeit

·         Beobachten Sie die Vögel in ihrem Garten oder auch in einem Park in ihrer Nähe

·         Notieren Sie die maximal auftretende Anzahl der jeweiligen Art

·         Übermitteln Sie die gesammelten Erkenntnisse an den LBV

 

Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: In der LBV Broschüre zur Stunde der Wintervögel ist eine Liste mit den häufigsten Arten, die Sie ausgefüllt an den LBV: Postfach 1380 in 91157 Hilpoltstein senden können oder aber Sie registrieren sich im Internet unter http://www.lbv.de/aktiv-werden/stunde-der-wintervoegel.html und geben Ihre Daten direkt ein. Bei diesen Varianten ist am 16. Januar Einsendeschluss. Es besteht am 7. und 8. Januar aber auch die Möglichkeit, die Ergebnisse telefonisch mitzuteilen: unter der kostenlosen Rufnummer 0800-115-7-115 können Sie zwischen 10 und 18 Uhr anrufen.

 

Unter allen Teilnehmern verlost der LBV hochwertige Preise, wie ein Swarovski Fernglas, eine Reise mit Birding Tours und verschiedene Futtersäulen. Also mitmachen lohnt sich, denn Sie verbringen eine entspannte Stunde beim Beobachten der Vögel, wir bekommen ein aussagekräftiges Ergebnis und mit etwas Glück gehören Sie zu den glücklichen Gewinnern.

 

Am Samstag, den 7. Januar, können Sie uns auch auf dem Marktplatz in Pfaffenhofen treffen. Zwischen 9 und 12 Uhr möchten wir Sie über die Stunde der Wintervögel informieren und stehen Ihnen für Ihre Fragen zur Verfügung. Wir freuen uns auf angeregte Gespräche mit Ihnen und mit allen Bürgern, die sich über die Arbeit der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen informieren wollen.


8. Pfaffenhofener Naturschutzpreis verliehen am 16.11.2016

 

Mit der  8. Verleihung des Pfaffenhofener Naturschutzpreises wurde am Mittwoch eine Tradition fortgesetzt. Im Rahmen einer Feierstunde überreichte der Vorsitzende der LBV Kreisgruppe Professor Hans Joachim Leppelsack dem Schweitenkirchener Ornithologen Dr. Hans Utschick den diesjährigen Naturschutzpreis im Festsaal des Rathauses.

In seiner Laudatio erläuterte Professor Leppelsack das Wirken von Dr. Hans Utschick für den Artenschutz im Landkreis. So habe er zusammen mit Studenten im Gemeindebereich von Schweitenkirchen die Bestände von Brutvögeln, aber auch von Wintergästen kartiert. Schweitenkirchen sei damit  die am besten untersuchte und kartierte Fläche in Deutschland. Die dabei gewonnenen Daten werden bis zum heutigen Tag bei Planungen im Gemeindegebiet berücksichtigt, fanden unter anderem aber auch Eingang in die D`Hopfakirm „ Die Vögel im Landkreis Pfaffenhofen“. Auch wenn der Preisträger in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt sei, die Ergebnisse seiner Untersuchungen seien für den Naturschutz im Landkreis von großer Bedeutung. Erstmals in der Geschichte des Naturschutzpreises wird mit dem Preisgeld ein Projekt außerhalb der Region unterstützt, auf Wunsch von Dr. Utschick wird es an die Forschungsstation Panguana in Peru gehen. Auch hier werden dann Vögel kartiert werden, aber halt nicht im Landkreis, sondern im Regenwald.

Wie wichtig das Thema Artenschutz und Engagement in diesem Bereich ist, konnte man an der Liste der Teilnehmer ablesen, neben dem Landrat Martin Wolf, als Schirmherr der Veranstaltung und  dem Bürgermeister und Gastgeber Thomas Herker, nahmen Florian Weigert, der Landrat des Nachbarkreises Neuburg-Schrobenhausen und zahlreiche Bürgermeister aus dem Landkreis teil. Im Namen der Stifterfamilie wies Anita Scheller von der Schellermühle  darauf hin, dass Naturschutz im Kleinen anfängt und ein jeder dazu beitragen kann. Wichtig sei es das Interesse zu wecken und die Menschen für das Thema Artenschutz zu sensibilisieren. „ Wenn es diesen Preis nicht gäbe, dann müsste man ihn erfinden“ mit dieser Aussage würdigte Landrat Martin Wolf den Naturschutzpreis, mit dem Zusammenwirken von LBV und der Schellermühle, als Teil der regionalen Wirtschaft, komme der Preis aus der Mitte der Gesellschaft. 

Dr. Hans Utschick (Mitte) erhält im Beisein seiner Frau den Pfaffenhofener Naturschutzpreis von Prof. Hans-Joachim Leppelsack überreicht.

Mauersegler-Projekt im Schloß Jetzendorf

 

Das Jetzendorfer Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert  und ist ein Gebäudeensemble, das sich aus verschiedenen Baukörpern zusammensetzt. Im sogenannten Hochschloss, einem wuchtigen quadratischen und hohen Gebäudeteil gibt es eine Mauerseglerkolonie. Diese findet in der massiven Ziegelwand problemlos Brutplätze, da es viele Mauernischen und Risse in der Außenwand gibt. Dieser für die Mauersegler paradiesische Zustand wurde nun im Zuge einer notwendigen Sanierung, sowohl des Dachstuhls, als auch Teilen der Außenhülle,  gestört. Große und tief Risse wurden verpresst, herausgefallene Steine wieder eingefügt und Teile der Fassade neu verputzt. Erfreulicher Weise wird auch nach Beendigung der Maßnahmen der über die Fassade wuchernde wilde Wein erhalten bleiben und auch der Putz wird nicht vollständig erneuert, sondern behält seine Patina, verbunden mit kleinen Unregelmäßigkeiten und Rissen.

Auf Anregung der Schlossverwaltung, in Absprache mit dem Architekten  und unterstützt durch die Kreisgruppe, wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten 10 Mauerseglerkästen der Firma Schwegler in die Fassade eingebaut. Bei dem ausgewählten Modell handelt es sich um den Niststein Typ 25, der über herausnehmbare Öffnung verfügt und mit 8,8 kg die schwerste und massivste Lösung darstellt. Da das Gemäuer aus über einen Meter dicken massiven Ziegelwänden besteht, gestaltete sich der Einbau problemlos. Auch aus der Sicht des Denkmalschutzes bestanden keine Einwände gegen den Einbau der Niststeine. Mit dem Einbau wurde erst nach dem 15. August begonnen, so dass die Mauersegler bereits wieder den Zug in den Süden angetreten hatten und durch die Eingriffe nicht gestört werden konnten.

Im kommenden Frühjahr wird es sich dann zeigen, ob mit den Niststeinen attraktive neue Brutmöglichkeiten entstanden sind und sie von den Mauerseglern angenommen werden.

 

 

Anmerkung: Obwohl der obere Teil des Gebäudes seit dem Winter eingerüstet und teilweise auch mit Folien verhängt war, sind die Mauersegler während des Sommers anscheinend nicht groß beeinträchtigt worden. Sie sind durch das Gerüst durch geflogen und haben in den Wänden gebrütet.


„ Natur für jeden Garten: Naturgärten ein wertvoller Beitrag zum Artenschutz “

 

Sie möchten der Natur und den Tieren in ihrem Garten mehr Platz einräumen, wissen aber nicht so genau wie? Einen naturnahen Garten hätten sie schon gerne, aber sie scheuen den Arbeitsaufwand? Sie haben einen eigenen Garten und möchten sich neue Impulse holen?

Antworten auf diese Fragen  und noch vielmehr erhalten sie am 11. November um 19.30 Uhr von Dr. Reinhard Witt. Im Rahmen der Naturschutzrunde hat der LBV Pfaffenhofen den Gartenplaner Dr. Reinhard Witt  zu einem Vortrag ins Naturfreundehaus  eingeladen. Seit 30 Jahren plant und baut der erfahrene Grünplaner und Biologe nicht nur naturnahe Privatgärten, sondern auch Industrie- und Gewerbeflächen, öffentliches Grün, Schulhöfe und Spielplätze. Darüber hinaus ist er als Sachbuchautor aktiv, in zahlreichen Büchern gibt er Auskunft über die Anlage, Entwicklung und Pflege von naturnahen Gärten und Wildpflanzungen.

Durch seine langjährige Tätigkeit kann er auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. In seinem Vortrag werden Beispiele von Privatgärten und öffentlichen Grünanlagen mit besonders hohem ökologischem Wert gezeigt. Sein Credo lautet: Es ist ganz einfach heimische Tierarten zu retten: Jeder Quadratmeter heimische Wildpflanzen zählt.


Herbstfest am 9. Oktober 2016 im Prielhof

 

Am Sonntag, den 9. Oktober findet unser Herbstfest im Prielhof in Scheyern statt. Dieses Fest für die ganze Familie bietet auch in diesem Jahr eine bunte Vielfalt. An verschiedenen Ständen besteht die Möglichkeit mit Naturmaterialien zu basteln, Bienenwachskerzen selber zu ziehen, oder mit Wolle zu filzen. Auf dem beliebten Mehlfahrrad können Getreidekörner in Mehl gemahlen werden, welches dann zum Backen von Pfannkuchen verwendet wird. Kindheitserinnerungen weckt der vor Ort frisch gepresste Apfelsaft, oder die Marmeladen aus der Blindverkostung, aber auch die aus Sahne selber geschüttelte Butter schmeckt so gut wie früher. Selbstverständlich gibt es auch in diesem Jahr ein großes Kuchenbuffet, der gemütlich im Garten mit einer Tasse Kaffee genossen werden kann. Für die, die es weniger süß mögen, gibt es frische Kartoffeln mit verschiedenen Quarkvariationen. Wir starten um 13.00 Uhr und freuen uns, Sie mit Ihrer Familie bis um 16.00 Uhr als unsere Gäste begrüßen zu können.


Infostand auf dem Pfaffenhofener Markt am 24. September 2016

 

Bei schönstem Herbstwetter präsentierten wir uns am Samstag den 24. September mit einem Infostand auf dem Pfaffenhofener Marktplatz der Bevölkerung. Die grundlegende Idee war, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und unsere Arbeit und Projekte vorzustellen. Dazu hatten wir nicht nur die Ausstellung zum „Vogel des Jahres“ aufgebaut, sondern auch zu einer Vielzahl von Projekten Plakate erstellt, die einen ersten Einblick geben.

 

Sehr schnell sind wir mit den Passanten ins Gespräch gekommen, die sich überwiegend aufgeschlossen und interessiert zeigten. So kamen auch immer wieder Fragen zu bestimmten Vögeln im eigenen Garten, auf die insbesondere Prof. Hans Leppelsack sachkundig Auskunft geben konnte. Aber auch die verschiedenen Ratgeber zu Themen wie: Igel, Nistkästen, Vogelfütterung und Schnecken im Garten erfreuten sich reger Nachfrage.

 

Etwas unfreiwillig sind wir an diesem Vormittag zwischen die Lager der Windkraftbefürworter und der Windkraftgegner geraten.  Auch dieses an diesem Vormittag so kontrovers diskutierte Thema fand sich in manchem Gespräch wieder. Hier konnten wir auf die Position des LBV verweisen, der prinzipiell für Windkraft stimmt, diese Entscheidung aber vom jeweiligen geplanten Standort abhängig macht.


Almbesuch der Kreisgruppe am Geigelstein am 3. September 2016

 

Anfang September besuchten einige Aktive der Kreisgruppe zusammen mit dem Landesvorsitzenden des LBV Norbert Schäffer die von der Familie Hipp bewirtschaftete Alm unterhalb des Geigelsteins. Mit dabei waren Brigitte Kraft von der BGS Schwaben und Sabine Pröls von der Regionalgeschäftsstelle Inn – Salzach. Ziel dieses Ausfluges sollte sein, gemeinsam  Ideen zu entwickeln, wie es dem LBV  gelingen kann, ein Vorzeigemodell zu entwickeln, welches zeigt, dass sich eine rentable Almwirtschaft mit den Idealen des LBV im Hinblick auf Artenvielfalt und -erhaltung vereinen lässt. Armin Günther von der KG Pfaffenhofen, der die Alm seit einigen Jahren im Namen der Familie Hipp bewirtschaftet, gab einen umfassenden Einblick in die alltäglichen Herausforderungen bei der Bewirtschaftung einer Alm. Bei einer anschließenden Almbegehung kam es zu einem regen Gedankenaustausch unter den Aktiven, der bei einer abschließenden Brotzeit fortgesetzt wurde. Nur die Kühe, die auf der Alm den Sommer verbringen, zeigten sich von unserem Besuch vollkommen unbeeindruckt und ließen sich nicht blicken.


Preisträger des Naturschutzpreises erhalten Nisthilfen

 

Den Landwirten, die im November 2015 mit dem Pfaffenhofener Naturschutzpreis geehrt wurden, wurde aus den Preisgeldern eine Nisthilfe für Vögel auf ihrem Hof zugesagt. Die ersten Nisthilfen wurden in diesen Tagen verteilt. Ernst Niedermeier hat sich eine Nisthilfe für Mehlschwalben ausgewählt. Auf seinem Hof in Deimhausen brüten noch Rauch- und Mehlschwalben. 

Foto (E. Leppelsack): Hans Leppelsack (li) und Peter Heinzelmeir (re) von der LBV Kreisgruppe mit dem Deimhausener Landwirt Ernst Niedermeier
Foto (E. Leppelsack): Hans Leppelsack (li) und Peter Heinzelmeir (re) von der LBV Kreisgruppe mit dem Deimhausener Landwirt Ernst Niedermeier




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