Mauersegler-Projekt im Schloß Jetzendorf

 

Das Jetzendorfer Schloss stammt aus dem 17. Jahrhundert  und ist ein Gebäudeensemble, das sich aus verschiedenen Baukörpern zusammensetzt. Im sogenannten Hochschloss, einem wuchtigen quadratischen und hohen Gebäudeteil gibt es eine Mauerseglerkolonie. Diese findet in der massiven Ziegelwand problemlos Brutplätze, da es viele Mauernischen und Risse in der Außenwand gibt. Dieser für die Mauersegler paradiesische Zustand wurde nun im Zuge einer notwendigen Sanierung, sowohl des Dachstuhls, als auch Teilen der Außenhülle,  gestört. Große und tief Risse wurden verpresst, herausgefallene Steine wieder eingefügt und Teile der Fassade neu verputzt. Erfreulicher Weise wird auch nach Beendigung der Maßnahmen der über die Fassade wuchernde wilde Wein erhalten bleiben und auch der Putz wird nicht vollständig erneuert, sondern behält seine Patina, verbunden mit kleinen Unregelmäßigkeiten und Rissen.

Auf Anregung der Schlossverwaltung, in Absprache mit dem Architekten  und unterstützt durch die Kreisgruppe, wurden im Zuge der Sanierungsarbeiten 10 Mauerseglerkästen der Firma Schwegler in die Fassade eingebaut. Bei dem ausgewählten Modell handelt es sich um den Niststein Typ 25, der über herausnehmbare Öffnung verfügt und mit 8,8 kg die schwerste und massivste Lösung darstellt. Da das Gemäuer aus über einen Meter dicken massiven Ziegelwänden besteht, gestaltete sich der Einbau problemlos. Auch aus der Sicht des Denkmalschutzes bestanden keine Einwände gegen den Einbau der Niststeine. Mit dem Einbau wurde erst nach dem 15. August begonnen, so dass die Mauersegler bereits wieder den Zug in den Süden angetreten hatten und durch die Eingriffe nicht gestört werden konnten.

Im kommenden Frühjahr wird es sich dann zeigen, ob mit den Niststeinen attraktive neue Brutmöglichkeiten entstanden sind und sie von den Mauerseglern angenommen werden.

 

 

Anmerkung: Obwohl der obere Teil des Gebäudes seit dem Winter eingerüstet und teilweise auch mit Folien verhängt war, sind die Mauersegler während des Sommers anscheinend nicht groß beeinträchtigt worden. Sie sind durch das Gerüst durch geflogen und haben in den Wänden gebrütet.

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