Stunde der Wintervögel dokumentiert Rückgang der Singvögel

Was sich bereits zur Zwischenbilanz abgezeichnet hatte ist nun Gewissheit: Das Endergebnis der Mitmachaktion von LBV und seinem bundesweiten Partner NABU „Stunde der Wintervögel“ zeigt bei Vogelarten wie Meisen und Finken einen deutlichen Bestandsrückgang. Für den Vogelmangel sind gleich mehrere Faktoren verantwortlich. Hauptgrund ist der geringe Zuzug an nordischen Wintergästen. Der LBV freut sich in Bayern über ein erneutes Rekordergebnis. Über 27.000 Teilnehmer zählten Anfang Januar insgesamt über 640.000 Vögel und sahen im Durchschnitt nur 33 gefiederte Gäste pro Garten. Im Schnitt wurden in den bayerischen Gärten knapp 20 Prozent weniger Vögel beobachtet als im Vorjahr. Dabei war der Feldsperling der am häufigsten beobachtete Wintervogel in Bayerns Gärten. Die Kohlmeise, die in den vergangen sechs Jahren meist auf dem Spitzenplatz landete, stürzte auf den vierten Rang ab.

Doch wie schaut die Entwicklung im Landkreis Pfaffenhofen aus? Mit durchschnittlich 40 Vögeln pro Beobachtung liegt der Landkreis im bayrischen Vergleich im vorderen Mittelfeld. Der Feldsperling führt die Liste der häufigsten Arten mit großem Vorsprung an, gefolgt vom Haussperling. Bei diesem liegt aber die durchschnittliche Anzahl mit 6,7 deutlich unter dem Ergebnis von 2012, da wurden im Schnitt 10,3 Haussperlinge gezählt. Insgesamt zeigt sich hier ein kontinuierlicher Rückgang, dieser zeigt sich noch viel heftiger bei den Grünfinken. Deren durchschnittlicher Bestand ist von 7,7 im Jahr 2012 auf nur noch 1,6 gesunken. Auch die Kohlmeise ist im Landkreis so selten gesehen worden wie noch nie, obwohl der Bestand jährlichen Schwankungen unterliegt, zeigt die diesjährige Zählung einen neuen Tiefststand. Erfreuliches gibt es von den Amseln zu berichten, deren Bestand seit einigen Jahren leicht zunimmt und so ist die Amsel die dritthäufigste Art in unseren Gärten im Landkreis.

Die Aktiven der LBV Kreisgruppe Pfaffenhofen, die mit einem Marktstand noch für eine Teilnahme an der Stunde der Wintervögel geworben hatten, freuen sich über einen neuen Beteiligungsrekord. Im Landkreis wurden 191 Meldungen abgegeben, dabei beteiligten sich 266 Interessierte und zählten 7567 Vögel.

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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