Bewegungsdaten des besenderten Storchenmännchens "Xaverl" aus Pfaffenhofen

 

Reiseroute von Xaverl seit dem Verlassen des Pfaffenhofener Horstes im Sommer 2016



 

28. Februar 2017:

Seit dem 10. Dezember 2016 wurden keine neuen Bewegungsdaten des besenderten Storchenmännchens übersendet. Allerdings erreichte uns eine Information aus dem Max Planck Institut in Radolfzell, die uns möglicherweise den Verbleib von Xaverl erklärt:

Ein tansanischer Doktorand, der zur Zeit in Seewiesen am MPI promoviert und in Tansania Feldarbeiten durchführt, hat genau in dem Gebiet in Tansania, in dem sich auch Xaverl im Dezember aufgehalten hat, neben unzähligen Storchenfedern auch Datenlogger gefunden, die von den Farmbewohnern vergraben wurden. Einer der aufgefundenen Datenlogger stammt von dem Storchenmännchen Ziegentom, von dem bis Ende Januar 2017 Bewegungsdaten übermittelt wurden. Der Wissenschaftler vermutet, dass sehr viele Weißstörche in Tansania erlegt und verspeist wurden, so dass wir befürchten müssen, dass es auch Xaverl an seinem letzten übermittelten Aufenthaltsort in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet so ergangen ist. Der Datenlogger von Xaverl wurde bisher jedoch nicht gefunden. 

Der letzte Aufenthaltsort von Xaverl in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet im Zentrum von Tansania.

 

10. Dezember 2016:

Xaverl befindet sich weiter auf dem Zug in den Süden. Inzwischen ist er von Uganda aus östlich des Viktoriasees durch Kenia gezogen und hat bereits die Mitte von Tansania erreicht.

 

2. Dezember 2016:

Auch in den letzten drei Novemberwochen gab es keine übermittelten Bewegungsdaten von Xaverl. Am 1. Dezember erreichten uns aber neue Signale von dem Storchenmännchen, das sich inzwischen auf dem Weg vom Süd-Sudan durch Uganda bis an die Grenze zu Kenia befindet. Hier hält er sich am Abend des 2. Dezember in einem landwirtschaftlich genutzten Gebiet am Fuße des Vulkans Mount Elgon auf.

Xaverl hält sich am 2. Dezember an der Grenze von Uganda nach Kenia am Mount Elgon auf.

 

2. November 2016:

Seit dem 25. Oktober konnten aufgrund des schlechten Handynetzes keine neuen Signale von Xaverl übermittelt werden. Am 1. November trafen jedoch wieder neue Bewegungsmuster von Xaverl ein aus einem Gebiet, das nur noch etwa 20 km von der Grenze zum Süd-Sudan entfernt liegt. Auf der Zugroute von Xaverl, die wie es scheint häufig entlang von unbefestigten Strassen verläuft, liegen immer wieder kleinere Siedlungen.

In Movebank ist im Reisebericht von Xaverl zu lesen, dass das Storchenmännchen seit seinem Abflug am 11. August vom Pfaffenhofener Horst bis heute eine Strecke von insgesamt 6138 km zurückgelegt hat. 

 

25. Oktober 2016:

Xaverl zieht weiter in Richtung Grenze zum Süd-Sudan. Dabei überfliegt er weite Steppenlandschaften, in denen sehr verstreut auch kleine Siedlungen zu erkennen sind.

Xaverl zieht am 24. Oktober über eine sudanesische Siedlung hinweg
Xaverl zieht am 24. Oktober über eine sudanesische Siedlung hinweg

 

22. Oktober 2016: 

Xaverl hielt sich die letzten 4 Wochen in einem Flußtal im süd-westlichen Sudan auf. Ab dem 15. Oktober zog das Storchenmännchen etwa 300 km weiter in südliche Richtung, er nähert sich der Grenze zum Südsudan, befindet sich aber zur Zeit noch weiter im Sudan.

Aufenthaltsorte von Xaverl im Südwesten des Sudans am 20. und 21. Oktober
Aufenthaltsorte von Xaverl im Südwesten des Sudans am 20. und 21. Oktober

 

17. September 2016:

Von Xaverl gab es seit dem Abend des 5. September keine neuen Informationen. Dies liegt sehr wahrscheinlich daran, dass sich Xaverl in einer Gegend ohne Mobilfunk aufhält. Am heutigen Samstag ist um 14.00 Uhr wieder ein Signal auf Animal Tracker eingegangen. Demnach ist Xaverl heute im westlichen Sudan eingetroffen.

Xaverl ist Mitte September im Sudan angekommen.

 

1. September 2016:

Nachdem von Xaverl in den letzten Tagen keine Signale mehr eingetroffen sind, stieg doch die Sorge, dass dem Storchenmännchen etwas zugestoßen sein könnte. Glücklicherweise sind seit gestern Mittag wieder Daten von Xaverl vorhanden, von dem mit Xaverl ziehenden Storchenweibchen aus Geisenfeld fehlen weiterhin Informationen. Am 26. August zeigte sich Xaverl zuletzt in Bulgarien, am 31. August kam mittags das nächste Signal aus der Türkei südlich von Adana. Adana ist als fünftgrößte Stadt der Türkei die größte Stadt in der fruchtbaren Tiefebene Cukurova am östlichen Mittelmeer. In den kommenden Tagen wird Xaverl über Syrien, den Libanon und Israel ziehen.

Xaverl hat inzwischen Bulgarien und die Türkei überquert.
Am 31. August ist Xaverl in Adana am östlichen Mittelmeer eingetroffen.

 

27. August 2016:

Zu unserer großen Überraschung hat sich Xaverl vor einiger Zeit nach Südosten auf den Weg gemacht. Er ist damit ein Oststorch. Das ist ziemlich ungewöhnlich. Es wird zwar festgestellt, dass wir hier in Pfaffenhofen im Bereich der Zugscheide sitzen, d.h. dass Jungstörche sowohl nach Osten wie auch nach Westen ins Winterquartier fliegen können. In jedem Fall zielen sie auf die Meerengen vom Bosporus oder von Gibraltar. Auf der Karte ist an den roten Punkten und Linien einerseits zu sehen, dass Xaverl zielstrebig auf den Bosporus und Istanbul zufliegt, andererseits ist auch zu erkennen, dass Xaverl gemeinsam mit dem besenderten Jungstorchweibchen Wolfinchen aus Geisenfeld (gelbe Linie auf der Karte) und sicherlich mit weiteren Jungstörchen gemeinsam auf der Ostroute unterwegs ist. Im vorigen Jahr waren alle 4 besenderten Jungstörche Weststörche.

Xaverl auf seinem Weg zum Bosporus
Xaverl auf seinem Weg zum Bosporus

 

15. August 2016:

Xaverl hat sich am 11. August auf die erste Etappe seines Herbstzugs in Richtung Westen auf den Weg gemacht. Von Pfaffenhofen ausgehend ging es über Schrobenhausen bis etwas nordöstlich von Pöttmes, wo sich das Storchenmännchen seitdem auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen des westlichen Donaumoos zur Nahrungssuche aufhält.

Xaverl beginnt seinen Herbstzug.

 

8. August 2016:

Das Storchenmännchen Xaverl ist in der vergangenen Woche vor allem auf den Ilm-Wiesen zwischen Pfaffenhofen und Hettenshausen zur Nahrungssuche unterwegs gewesen. Häufig kann man ihn abends wieder gemeinsam mit den Altvögeln auf dem Horst beobachten.

Xaverl auf seinen ersten Ausflügen zu den Futterwiesen im Ilmtal.
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