Unsere Störche im Landkreis

Aktuelles von den Störchen aus dem Landkreis / Stand Januar 2020

Herbe Verluste bei unseren Senderstörchen

Optimistisch haben wir den Flug unserer besenderten Störche im Herbst 2019 beobachtet, hatten wir doch mit Elfie, Bembo Sparky und Adi drei sehr erfahrene Störche, mit Klappi einen Storch im zweiten Jahr und immerhin 6 Jungstörche aus 2019 mit Sendern ausgestattet. Leider wurden unsere Hoffnungen auf viele Daten, von glücklichen und gesunden Störchen, schnell zunichte gemacht. Die ersten beiden Jungstörche Manfred und Arpaard verloren wir schon kurz nachdem sie den Weg in den Süden angetreten haben. Arpaard ist in einem aufgelassenen Güllebehälter ertrunken und von Arpaard verliert sich im Allgäu jede Spur. Der dritte männliche Jungstorch ist bis Spanien geflogen, am 29. September kam die letzte Meldung aus der Nähe von Banyole. Auch einen weiblichen Jungstorch aus 2020 haben wir verloren, Bella verlor ihr Leben in Spanien. Gerade bei den Jungstörchen ist immer damit zu rechnen, dass sie ihren ersten Zug in die Winterquartiere nicht überleben. Leider haben wir aber auch einen unserer erfahreneren Störche verloren. Adi hatte im Sommer 2019 erstmals Nachwuchs in Deutschland großziehen können. Leider endet die Datenübertragung seines Senders am 24. September, südwestlich von Andorra verliert sich seine Spur.

 

Dafür freuen wir uns, dass unsere übrigen Störche wohlauf zu sein scheinen. Unsere dienstälteste Senderstörchin  Elfie überwintert in Frankreich in der Nähe von Nimes. Bembo Sparky hält sich südlich von Madrid in Spanien auf. Klappi, von dem wir hoffen, dass er im Sommer erstmals Nachwuchs bekommen wird, befindet sich auch in Spanien, in der Nähe von Pamplona, in direkter Nachbarschaft mit Rosalie. Zwei Pörnbacher Störche treffen sich in Spanien. Den weitesten Weg hat Bembolina gemacht, die Jungstörchin aus Pörnbach hat als einzige unserer Senderstörche den Weg nach Afrika genommen. Als Westzieher ist sie im Herbst über die Straße von Gibraltar nach Marokko geflogen, wo sie sich seitdem auch aufhält. 

Nun sind wir gespannt, wann sich unsere Störche wieder auf den beschwerlichen Weg zurück nach Deutschland machen. Wir rechnen damit, dass die Jungstörche von 2019 zum Teil die Reise gar nicht erst antreten, da sie noch nicht geschlechtsreif sind, besteht für sie keine zwingende Notwendigkeit für die weite Reise.

Erfreuliche Entwicklung des Storchenbestandes

Im Landkreis Pfaffenhofen sind inzwischen 6 Storchenhorste besetzt. Das Geschehen in den Nestern, insbesondere die Jungenaufzucht, kann in Pfaffenhofen, Pörnbach und Geisenfeld über Storchenkameras live miterlebt werden. Auch in Reichertshofen wird seit einigen Jahren erfolgreich gebrütet. 2017 sind zwei neu installierte Horstunterlagen in Hohenwart und Baar-Ebenhausen angenommen worden.

 

 

Das Storchenpaar in Pfaffenhofen bei der Begrüßungszeremonie.

 

 

Die Jungstörche in Geisenfeld am Tag der Beringung.

 

 

Die Störche auf dem Rathausdach von Reichertshofen.

 

 

Das Storchenpaar in Pörnbach mit dem ersten Ei im Nest.