Trauer- und Halsbandschnäpper

Mit vielen Nistkästen zum Erfolg

Foto Rosl Rössner
Halsbandschnäpper Foto: LBV Bildarchiv Frank Derer

 

Seit 2004 betreuen wir den Bestand an Trauer- und Halsbandschnäppern im nördlichen Feilenforst. In der Roten Liste von 2015 gilt der Halsbandschnäpper als gefährdete Art, was uns darin bestärkt, unser Engagement für die beiden Schnäpperarten fortzuführen.

 

Schnäpper bevorzugen Laubwälder, Parks mit altem Baumbestand und Streuobstflächen. Sie nisten in Baumhöhlen und nehmen auch künstliche Nisthilfen sehr gut an. Deshalb haben wir im Laufe der Jahre viele Nistkästen aufgehängt. Zurzeit haben wir 85 Nistkästen, die wir regelmäßig betreuen, durch die hohe Dichte an künstlichen Nisthilfen verringern wir den Konkurrenzdruck durch diverse Standvögel, wie etwa Blau- und Kohlmeisen. Neben der jährlichen Reinigung, die uns Aufschlüsse über die Belegung der Kästen ermöglicht, verschließen wir im zeitigen Frühjahr die Kästen, so dass sie nicht von anderen Arten „fehlbelegt“ werden. Die Schnäpper sind Spätzieher und kommen erst Anfang Mai aus Afrika zurück und brauchen dann freie Nistkästen. Mit der Technik der verschlossenen Kästen ernten wir nicht nur Zustimmung. Dennoch sind wir überzeugt, dass nur durch vielseitige, konsequente Schutzmaßnahmen eine Sicherung der Brutbestände von Halsband- und Trauerschnäpper zu erreichen ist. Die Bedrohungen auf dem Zugweg, die voranschreitende Klimaerwärmung und der Verlust ihrer bevorzugten Lebensräume sind für einen starken Rückgang dieser Arten verantwortlich. Alte Streuobstwiesen und Laubwälder, mit hohem Anteil an Totholz, sind für beide Fliegenschnäpperarten kaum noch vorhanden. 

Trauerschnäpper Foto: LBV Bildarchiv Rosl Roessner
Trauerschnäpper Foto: LBV Bildarchiv Rosl Roessner

 

 

 

 

 

 

 

Wer Interesse hat, an der Reinigung bzw. Brutzeitauswertung der Nistkästen mitzumachen, kann sich jederzeit bei Christian Huber melden. Wir freuen uns sehr über jede Hilfe.

 

 

 

Ansprechpartner:

Christian Huber

0162/3473518